Einfamilienhaus Numada, Tokio

Tokio, Japan | 2005

Sumida ist ein Stadtbezirk im Zentrum von Tokio. Hier gibt es noch große Wohnquartiere mit Einfamilienhäusern. Das Haus Numada wurde im Jahr 2005 in einer Baulücke von weniger als 50 m² Grundfläche neu erstellt durch Architekt Shinji Munakata.

Die Regenwassernutzung lohnt sich in Sumida aus 2 Gründen: Der Bezirk zahlt pro m³ Speichervolumen umgerechnet 400 €. Damit erhielt der Bauherr ca. 45 % der Gesamtkosten seiner Regenwasseranlage als Zuschuss. Der 2. Grund ist, dass der Jahresniederschlag 1.500 l/m² beträgt.

Mit einem Filter-Wirkungsgrad von mehr als 90 % beim WISY-Filtersammler kann jährlich 36 m³ Trinkwasser durch Regenwasser ersetzt werden, überwiegend für WC-Spülung. Der Zulauf zum Spülkasten ist so konstruiert, dass sowohl eine Regenwasser- als auch eine Trinkwasserleitung dort münden. Mit einem Kipphebel lässt sich bei leerer Zisterne der Zulauf umstellen. Am Fahrzeugstellplatz im Erdgeschoss ist ein Putzwasserhahn am Regenwassernetz angeschlossen. Zur Sicherheit wurde hier ein abnehmbares Ventil-Oberteil angebracht. Alle Leitungen und Entnahmestellen sind gekennzeichnet mit „Regenwasser“, um Verwechslungen auszuschließen.

Objektdaten

Jahresniederschlag [mm = Liter / m²]
1.500
Dachfläche [m²]
34
Zisternenvolumen [m³]
5,1
Regenwasser-Ertrag [m³ / Jahr]
36
Planung

Architekt Shinji Munakata

Komponenten

Zisternen

Regenspeicher aus Ortbeton unter dem Gebäude

Filter

2 x WISY-Filtersammler FS,
Maschenweite 0,28 mm

Nutzung

Wasserart
Regenwasser
Verwendung
WC und Putzen